Mansfeld

Graf Wolf II. von Mansfeld (1575 – 1638)

Der Namensgeber unseres Regiments war einer von vier Feldmarschällen Wallensteins und das, obwohl er ein Gegner Wallensteins war und auch Wallenstein ihn als „gierigen Wolf“ bezeichnete.

Wolf II MansfeldNicht verwechseln sollte man Wolf(gang) II. von Mansfeld mit dem viel berühmteren Ernst II. von Mansfeld. Denn Ernst II. war ein großer Söldnerführer und Feldherr des Dreißigjährigen Krieges, der seine Dienste und die seines Heeres überwiegend an protestantische Geldgeber verkaufte.

Die Region Mansfeld -aus der beide stammten- liegt im heutigen Sachsen-Anhalt um die Memminger Partnerstadt und Lutherstadt Eisleben herum. Kurz vor der Reformation durch Luther wurde die Grafschaft Mansfeld in drei Gebiete aufgeteilt, die später verschiedene Konfessionen annahmen und zeigen, wie verrückt dieser Krieg später war: Ernst II. wuchs katholisch auf und kämpfte später für die protestantische Sache – Wolf II. wuchs lutherisch auf und widmete sich später der katholisch-kaiserlichen Sache.

Hier nun der Lebenslauf unseres Grafen Wolf II. von Mansfeld:
1575 erblickt er das Licht der Welt. Seine protestantischen Eltern sind Bruno II. von Mansfeld-Vorderort-Bornstedt und Christina von Barby-Mühlingen.

1605 macht er als Erwachsener Karriere unter demHerzog von Sachsen. Er nimmt am Ungarischen Krieg teil und stellt seine Tapferkeit bei der Belagerung der Stadt Gran unter Beweis.

1609 – 1610 dient er dem Kurfürsten Christian von Sachsen als Gesandter und wird nach Frankreich geschickt um die Haltung der westeuropäischen Großmächte zum Jülicher Erbfolgestreit auszuloten.

Anschließend tritt er in die Dienste des Landgrafen Ludwig von Hessen und wird von ihm zum Rat- und Statthalter der Stadt Darmstadt ernannt.

1612 wird er von Kaiser Matthias auf dem Wahl-Tag zu Frankfurt/Main zum Ritter geschlagen.

Am 14.10.1618 heiratet er  Sophie Schenk von Tautenburg die ihm mehrere Kinder schenkt, von denen aber nur drei überleben.

1619 tritt er wieder aus dem Hessischen in Kur-Sächsische Dienste, um als Hauptmann den Aufstand der Protestanten in Schlesien und der Lausitz niederzuschlagen

1625 wird berichtet, dass Graf Wolf von Mansfeld als  kaiserlicher General, 3000 Mann Infanterie über Göttingen nach Lüneburg führt.  Dabei wird die Gegend ausgeplündert und der Ambergau und das Harzvorland allen möglichen Drangsalierungen von durchziehenden oder einquartierten Truppen ausgesetzt.

1627 konvertiert er in Prag zum Katholizismus und wird sogleich zum Geheimrat ernannt.

1628 wird er beim Landtag zu Prag zum Kaiserlichen Kommissarius und gleichzeitig zum Gouverneur des Erzstiftes Magdeburg ernannt.

1631 ist er bei der Belagerung von Magdeburg dabei und wird nach der Eroberung zum Kommandant der Stadt Magdeburg ernannt.

Gegen Ende des Jahres wird er aber von dem schwedischen General Banner mit 8000 Mann belagert. Doch Graf von Pappenheim rettet ihn am 8 Januar 1632.

1632 wird ihm schließlich das Kommando der Festung Raab (heute Györ in Ungarn) übertragen und wird dabei zum kaiserlichen Kammerherrn und zum Feldmarschall ernannt.

Am 15.Mai 1638 stirbt er in Wien mit 63 Jahren.

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